Mittwoch, 19. September 2012

Gegen einsam - mein Geheimtip 2012

Heute möchte ich euch ein besonderes Buch vorstellen, um dessen Rezension ich mich jetzt schon ein paar Tage gedrückt habe. "Gegen einsam" von Daniela Meisel ist einfach ein sehr schlichtes Buch, aber dennoch irgendwie großartig und es ist mir in diesem Fall echt schwer gefallen in Worte zu fassen, was dieses Buch (für mich) so besonders gemacht hat.

Inhalt:
Manuel ist quasi der Inbegriff der Durschnittlichkeit: er ist durchschnittlich groß, durchschnittlich schwer und eigentlich liegt eigentlich bei allem genau im Durchschnitt, was dazu führt, dass er für seine Mitmenschen fast unsichtbar erscheint. 
Ein durchschnittlicher Mitteleuropäer besitzt 17.000 Gegenstände. Von der Büroklammer bis zu seinem Auto. Manuel beschließt jedoch eines Tages seiner Mittelmäßigkeit dadurch zu entrinnen, indem er 32.000 Dinge besitzt...
Maja ist einsam und verbringt ihre Freizeit damit, sich als Studentin auszugeben und WG-Zimmer zu besichtigen. Auf diese Weise macht sie unverfängliche Bekanntschaften, trifft viele kuriose Leute und hört noch kuriosere Geschichten. Außerdem kann sie so jedes mal aufs neue auch selbst in eine andere Identität schlüpfen, wenn auch nur für kurze Zeit.
Manuel und Maja sind zwei seltsame Charaktere die irgendwann zufällig aufeinandertreffen. Zunächst wissen sie beide nichts miteinander anzufangen und halten den jeweils anderen für schräg, dennoch bauen sie irgendwie Schritt für Schritt eine zarte Freundschaft auf, die beider Leben verändert.

“Freundschaft entsteht aus dem Zusammentreffen zweier verbundener Seelen.”

 
Wie bereits angedeutet, ist "Gegen einsam" ein wirklich ungewöhnlicher Roman mit ungewöhnlichen Charakteren und einem fast schon schockierenden Ende. Es gibt keine große dramatische Liebesgeschichte oder eine fesselnde Story, man klebt nicht an diesem Buch, es hält einen Nachts nicht wach, weil man unbedingt weiter lesen muss. Ich konnte das Buch nach einem beendeten Kapitel getrost zur Seite legen und mich um andere Dinge kümmern, aber irgendwie habe ich dann doch immer wieder sobald ich Zeit hatte danach gegriffen und das Lesen wirklich genossen. Man kann sagen, dass es für mich wahrhaft entspannend war, dieses Buch zu lesen. Man begleitet die beiden Protagonisten durch ihr Leben, erfährt einiges aus ihrer Vergangenheit und erlebt, wie sie auf unterschiedliche und unbeholfene Art und Weise versuchen, der Einsamkeit zu entfliehen.

Wie die ganze Geschichte auch ist der Schreibstil von Daniela Meisel sehr schlicht, sie verwendet vorrangig kurze, prägnante und teilweise abgehackt wirkende Sätze, die dem Leser aber irgendwie in Erinnerung bleiben und die Story wunderbar stützen. Meisel schafft es mit wenigen Worten sehr viel zu sagen und den Leser so komplett in die Geschichte und das gefühlsleben der Charaktere eintauchen zu lassen. 

Ein weiterer Bonuspunkt ist das überraschende Ende. Selten hat mich der Schluss eines Buches so unerwartet getroffen wie dieses hier und ich weiß bis jetzt noch nicht, was ich denn nun genau davon halten soll. Ich finde das Ende weder gut noch schlecht, dennoch beschäftigt es mich. Ich habe mir einige Alternativen dazu ausgemahlt, die Geschichte weiter gesponnen und mir echt  überlegt, wie es anders hätte seien können. Dennoch habe ich nichts gefunden, was sich meiner Meinung nach besser als Schluss eignen könnte.

Ihr seht wahrscheinlich schon, dass sich trotz meiner Begeisterung für dieses Buch einiges widersprüchliches in mir ansammelt. Es lässt mich noch nicht  ganz los und auch hier weiß ich nicht, ob dies nun positiv oder negativ ist.

Ich selbst sehe dieses Buch als meinen vorläufigen Geheimtip diesen Jahres, einfach weil es mich gerade im Nachhinein so fesselt (wahrscheinlich sogar mehr als während des Lesens) und ich das Lesen wirklich genießen konnte. Es ist eine schöne Geschichte um entspannt auf dem Sofa zu liegen und Kaffee zu trinken und dem eigenen Alltag einfach mal eine halbe Stunde warten zu lassen.  Ich muss aber auch zugeben, dass ich mir gut vorstellen kann, dass viele dieses Buch als langweilig und eintönig empfinden werden, es passiert eben nix großes und es gibt keine Höhepunkte oder Spannungsmacher, aber wer Lust auf was Ruhiges für zwischendurch hat ( mit gerade mal 220 Seiten kann man das Buch getrost mal irgendwo "zwischen schieben") sollte unbedingt einen Blick auf das Buch werfen!

Von mir gibt es klare 5 von 5 Punkte!
Zum Buch: *klick*



An der Stelle ein großes Danke an den Picus Verlag und Blogg dein Buch, die mir das Buch zum rezensieren zur Verfügung gestellt haben. 



 

 

Kommentare:

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